Der Hobbyfotograf - Wie findest du den perfekten Hochzeitsfotografen.

Mein Freund der Hobbyfotograf

Du möchtest dies schönen Augenblicke deiner Hochzeit fotografisch festhalten lassen? Wunderbar! Aber wie findet man eigentlich einen seriösen und erfahrenen Fotografen? Und welche Vereinbarungen solltest du im Vorfeld mit ihm treffen? 

Nachdem wir bereits über den perfekten Zeitpunkt und über das Portfolio gesprochen haben (schau mal hier) gehört dieser Beitrag den Hobbyfotografen.  Ich sehe sehe schon wie du die Augen verdrehst; natürlich spricht sich der Profifotograf gegen den Hobbyfotografen aus. Dabei haben wir dazu gar keine Einwände. Oder nun  ja, wir haben nur bedingt Einwände ;)

Ja, Fotografie und Bildbearbeitung kann man selbst erlernen. Zwar nicht über Nacht aber wer in dieses Hobby sehr (sehr!) viel Zeit und Geld investiert sowie über etwas Talent verfügt kann darin ebenso gut wie ein gelernter Fotograf werden. Diese Aussage wird vielen Fotografen nicht gefallen, aber schlussendlich ist es wie in den meisten Handwerksberufen. Mann kann sich die Materie beibringen oder beibringen lassen aber erst die Erfahrung und die kontinuierliche Weiterbildung lässt einem wachsen. 

Ich habe schon Bilder von Hobbyfotografen gesehen die manchen "Profi" alt aussehen lassen. Solltest du also einen Freund haben, der deiner Meinung nach toll fotografiert und du möchtest ihn oder sie bitten deine Hochzeit zu fotografieren ist das toll für dich. Allerdings solltest du dir vorher einige Dinge bewusst machen.

 

1. Budget versus Sicherheit:  Kannst du damit leben, dass wichtige Bilder in deinem Album fehlen werden, unscharf oder falsch belichtet sind? Das für Gruppen und Pärchenbilder mehr Zeit eingerechnet werden muss und das dein Fotograf unter Umständen an Professionalität verliert, wenn er mit deiner mürrischen Tante Claudia, dem schlechten Wetter oder den schwierigen Lichtverhältnissen konfrontiert ist? Denn dass sind alles Dinge, die du bei einem Laienfotografen nicht einfach so voraussetzten, darfst.

2. Der Fotograf ist nicht dein Gast: Hochzeiten zu fotografieren ist anstrengend und mit richtig viel Arbeit verbunden. Wer seinen Job anständig ausführt, hat keine Zeit für nette Plaudereien, beobachtet Partyspiele nur durch die Linse und rührt selbstverständlich keinen Alkohol an. Wer auch immer deine Hochzeit fotografiert, gibt den Status als Gast ab und ist stattdessen Dienstleister! 

3. Under Pressure: ich glaube was bei Hochzeiten am Meisten unterschätzt wird, ist der Druck. ich rede hier weniger vom Druck die Zeitplanung einzuhalten sondern viel mehr vom Druck bei den wichtigen und unwiederbringlichen Momenten mit dem richtigen Equipment am richtigen Ort zu sein die richtige Belichtung eingestellt zu haben und zum richtigen Zeitpunkt den Auslöser zu drücken. Denn es gibt viele Momente in einer Hochzeit bei denen einfach keine Zeit bleibt, lange an den Rädchen der Kamera zu schrauben oder Objektive hin und herzutauschen. Genau aus diesem Grund sind alle Fotos die nicht an einer Hochzeitsfeier entstehen auch nicht mit Hochzeitsbildern zu vergleichen, ganz egal wie schön die Bilder von Onkel Mikes Geburtstagsfeier geworden sind. Das sind die Momente und die Art von Druck denen man nur mit einiger Erfahrung in der Hochzeitsfotografie souverän begegnen kann.

4. Equipment: Natürlich ist Equipment nicht das Wichtigste an einem Hochzeitsfotografen, aber es ist eben auch nicht unwichtig und macht sehr wohl auch einen Unterschied bei der Bildqualität aus. Wir finden, wer den Job des Hochzeitsfotografen übernimmt, sollte definitiv auch über anständiges Material verfügen. Genügend Speichermedien und Akkuleistung sowie Ersatzgeräte und Objektive sind eigentlich ein Muss, denn bei den hoch technisierten Geräten  mit denen wir in der heutigen Zeit fotografieren sind kleinere Defekte oder Störungen nicht ungewöhnlich und kommen öfter vor, als ihr denkt.

5. Budget einsparen, So gehts auch: geht es dir bei der Wahl des Hobbyfotografen vorwiegend um das Budget, eigentlich hättest du aber sehr gerne einen Profifotografen engagiert? Wieso buchst du den Profi nicht für einen Teil des Tages und lässt in der Nacht den Laien weiter fotografieren? Bei 6 Stunden Reportagedauer kannst du in der Regel mit Brautpaar und Gruppenbildern, mit Fotos der Zeremonie und Bildern des Apéros rechnen. Damit hast du einen grossen Teil der wichtigsten Bilder bereits abgeheakt bei 8 Stunden kann der Fotograf in der Regel sogar noch die Location des Abends festhalten oder vor der Trauung das "getting ready" fotografieren.


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